Blauzungenkrankheit

Baden-Württemberg rät zur Schutzimpfung

Tiergesundheitsexperten von Bund und Ländern rechnen mit einer erneuten Einschleppung der Blauzungenkrankheit nach Süddeutschland. Sie raten daher zu einer freiwilligen vorbeugenden Schutzimpfung von Rindern, Schafen und Ziegen.

Durch eine vorbeugende Schutzimpfung könne der Blauzungenerkrankungen in Baden-Württemberg erfolgreich vorgebeugt werden. Dies hätten die sehr guten Erfahrungen mit Impfungen beim Ausbruch der Blauzungenkrankheit in Deutschland in den Jahren 2006 bis 2009 gezeigt. Durch eine Impfung seien die Tiere vor einer möglichen Ansteckung mit dem Erreger und einer anschließenden Erkrankung geschützt.

Tierhalter, die ihre Tiere freiwillig gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen wollen, sollen bis spätestens 11. März 2016 ihrem Bestandstierarzt mitteilen, wie viele Tiere von welcher Tierart geimpft werden sollen. Die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg benötigt diese Informationen für die Bestellung der erforderlichen Impfstoffe.

Kosten für Impfstoffe werden erstattet

Das Landwirtschaftsministerium schafft derzeit in enger Abstimmung mit der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg die Voraussetzungen, damit Rinder, Schafe und Ziegen im Land voraussichtlich ab Anfang April 2016 gegen die Blauzungenkrankheit geimpft werden können. Die Tierseuchenkasse Baden-Württemberg werde bei einer Impfung von Rindern und Schafen die Impfstoffkosten einer freiwilligen Impfung vollständig erstatten. Die Tierhalter würden die Kosten für die Durchführung der Impfung tragen. Diese Vorgehensweise habe sich bereits bei der freiwilligen Impfung in den Jahren 2010 und 2011 etabliert und bewährt. (mrs)
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