Agrarministerkonferenz

Bandbreite für Zwischenfrüchte


Am Templiner See in Potsdam treffen sich die Agrarminister zur ihrer Herbstkonferenz
-- , Foto: Seminaris
Am Templiner See in Potsdam treffen sich die Agrarminister zur ihrer Herbstkonferenz

Die sehnlichst erwartete Direktzahlungen-Durchführungsverordnung zur nationalen Umsetzung der Agrarreform liegt den Agrarministern von Bund und Länder heute zur Herbstkonferenz in Potsdam vor. Vor allem die Anhänge sind für Landwirte interessant. Darin ist genau aufgezählt, welche Kulturarten und Zwischenfruchtmischungen auf den ökologischen Flächen ab 2015 erlaubt sind.

Landwirte können aufatmen, denn im Entwurf der Durchführungsverordnung, der agrarzeitung.de vorliegt, stehen alle Pflanzenname, die zum Greening angewendet werden können. Damit ist eine genaue Anbauplanung für 2014/15 möglich, einschließlich welche Flächen ab 1. Januar 2015 für das Greening ausgewiesen werden, um in den Genuss der Direktzahlungen zu kommen. 

Bei der Auswahl der stickstoffbindenen Pflanzenarten für das Greening zeigt sich das Bundesagrarministerium (BMEL) großzügiger als bisher angenommen. Eine Vielzahl von Leguminosen sind nun zugelassen und nicht nur auf grobkörnige Arten beschränkt. Darunter finden sich Sojabohnen, alle Arten der Gattung Linsen, viele Kleearten, Ackerbohnen, Wicken, Hornklee, Blaue und Gelbe und Weiße Lupine und viele andere mehr. 

Auch die Grasmischungen für den Zwischenfruchtanbau sind konkreter. Zugelassen sind 60 Prozent keimfähige Samen einer Sorte. Die Agrarminister werden am Freitag über die Verordnung verhandeln und einen Beschluss fassen, dass die Bundesregierung die Verordnung zügig umsetzt. Änderungsvorschläge sind noch möglich. (da)
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