Energiewende

Basis für mehr Erdkabel


Mit dem neuen Gesetzentwurf soll die Verlegung von Erdkabeln erleichtert werden. Zudem wird der Turnus der Netzentwicklungsplanung von ein auf zwei Jahre aufgestockt.

Künftig werden neben den bisherigen Pilotvorhaben, zu denen auch die sogenannten „Stromautobahnen" (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen) gehören, weitere Pilotvorhaben zur Teilerdverkabelung ermöglicht werden. So können schneller mehr Erfahrungen mit dieser Technologie gesammelt werden, berichtet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Neben dem Abstand zu Siedlungen würden künftig auch klare Kriterien wie Naturschutzgründe oder die Querung von großen Bundeswasserstraßen mit in die Betrachtung aufgenommen.

„Modernisierung und zügiger Ausbau der Stromnetze sind das A und O für eine erfolgreiche Energiewende. Dafür brauchen wir die Unterstützung der Menschen in Deutschland", wird Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zitiert.

Künftig sollen die Bürger sowie alle weiteren Beteiligten ausreichend Zeit für umfassende, öffentliche Konsultationen der jeweiligen Entwürfe zum Netzausbau im Strom- und Gassektor haben. Alle zwei Jahre statt jährlich solle ein aktualisierter Netzentwicklungsplan vorgelegt und abgestimmt werden. Das vermeidet parallele Planungsprozesse und erhöht Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Verfahren auf allen Planungsebenen, so das IWR. (Sz)
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