Agrarministerkonferenz

Bauern fordern weniger Bürokratie


Hessens Argrarministerin Priska Hinz erhält Unterschriftensammlung von Campact zur Gewässerverunreinigung.
-- , Foto: da
Hessens Argrarministerin Priska Hinz erhält Unterschriftensammlung von Campact zur Gewässerverunreinigung.
„Ohne Bauern kein ländlicher Raum", rief heute Wilhelm Schneider, Bauernpräsident in Hessen, den mehr als 100 Demonstranten vor dem Kurhaus in Bad Homburg zu. Vor dem Tagungsgebäude der Agrarministerkonferenz (AMK) versammelten sich Funktionäre des Bauernverbandes sowie Agrarministerin Priska Hinz (Grüne), die in diesem Jahr die AMK leitet. Schneider verlangt energisch von den Politikern, die Bürokratie für Landwirte abzubauen. Die Maßnahmen zum Greening hielten von der eigentlichen Arbeit ab. Für Verdruss sorgen die aufwändigen Formulare für den Nachweis zum Mindestlohn. Kleine Änderungen, die die Bundesregierung bis Ostern durchführen wolle, brächten keine Erleichterungen für Landwirte, die Saisonarbeiter beschäftigen. Hinz zeigte Verständnis für die Anliegen der Landwirte. Gentechnisch veränderten Futtermitteln und GV-Maissorten für den Anbau erteilte die Grünen-Politikerin unter dem Beifall der Landwirte eine klare Absage. Bevor Sie mit den anderen Ministern die Tagung eröffnete, versprach sie, sich in Berlin und Brüssel für Erleichterungen in der gemeinsamem Agrarpolitik einzusetzen.

Obwohl die Düngeverordnung keinThema auf der AMK ist, liegt der geplante Entwurf Schneider und Berufskollegen sehr am Herzen. „Werfen sie die Düngeverordnung in den Papierkorb", forderte Schneider. Hinz will hingegen alles daran setzen, dass die schärferen Regeln nicht auf Kosten aller Landwirte gehen. Vielmehr plädiert sie für Länderöffnungsklauseln, um in  viehstarken Regionen strengere Regeln zur Düngung durchsetzen zu können. (da)
                   
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