In einem offenen Brief  wenden sich Landwirte aus Mecklenburg-Vorpommern an Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Sie fordern ein sofortiges Ende der Kampagne des BMUB und mahnen eine Rückkehr zu einer sachlichen faktenbasierten Diskussion an.

„Solche Kampagnen wie die ,Neuen Bauernregeln', die uns als Landwirte diskreditieren, die uns nur noch als Umweltfrevler oder Tierquäler darstellen, demotivieren uns, lassen aber gleichzeitig auch nach und nach die Wut auf unseren Höfen wachsen“, schreibt Dr. Heike Müller Vizepräsidentin des Landesbauernverbandes. Der Bauernverband fordert ein Ende dieser „niveaulosen, polemischen Kampagne", die den gesamten landwirtschaftlichen Berufstand öffentlich herabwürdige und mahnt eine Rückkehr zu einer sachlichen auf Fakten basierenden Diskussion an, schreibt Müller.



Das Umweltministerium hat sich bisher nur über den Nachrichtendienst Twitter geäußert. „Für eine Landwirtschaft mit Zukunft brauchen wir mehr als neue Bauernregeln - wir brauchen eine Agrarwende", heißt es dort. Hendricks will künftig Landwirtschaft und Umweltschutz auf eine Ebene bringen. Für Maßnahmen zum Naturschutz sollen Landwirte mehr Geld erhalten, sagte Hendricks zu ihren Plänen einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).

ISN startet Plakataktion „Bauernfakten statt Hendricks-Platitüden“

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) startete am Freitag eine Gegenkampagne. Nach dem Motto „Bauernfakten statt Hendricks-Platitüden“ sollen zum Wahlauftakt die „wahren Fakten" aufs Plakaten veröffentlicht werden. Um möglichst viele Plakate aufstellen zu können, bittet die ISN um finanzielle Unterstützung. (da/SB)
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