Mercosur-Verhandlungen

Bauern fürchten Rindfleischimporte


Gemeinsamer Markt des Südens
Mercado Común del Sur (Gemeinsamer Markt des Südens , Mercosur) ist die Bezeichnung für den Lateinamerikanischen Binnenmarkt, dem Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela angehören. Assoziierte Staaten sind Chile, Bolivien, Peru, Kolumbien, Ecuador, Guyana und Suriname.
Die EU sollte Einfuhrkontingente für sensible Agrarprodukte erst am Ende der Verhandlungen mit den Mercosur-Ländern anbieten, fordert der EU-Dachverband der Bauern- und Genossenschaftsverbände Copa/Cogeca in einem Brief an EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Die von der EU-Kommission angebotene Marktöffnung könne katastrophale Folgen für die Erzeuger in der EU haben, besonders beim Rindfleisch, betonte Copa Präsident Martin Merrild. Die EU-Kommission hat den Mercosur-Ländern ein Einfuhrkontingent für 78.000 t Rindfleisch pro Jahr angeboten. Der Agrarverband fordert zunächst eine Folgeabschätzung, bevor die EU konkrete Angebote macht. Die Krise in der EU-Landwirtschaft werde durch das Angebot verschärft. Zudem drohe ein ungleicher Wettbewerb, weil die EU höhere Standards zum Schutz der Umwelt und der Lebensmittelsicherheit als die Südamerikaner habe. (Mö)
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