Meyer und Umweltminister Stefan Wenzel wollen den Torfabbau wegen der Treibhausgasemissionen in Niedersachsen auslaufen lassen. Diese Änderungen im Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) stoßen auf Widerstand der Bauern, der sich jetzt auch wieder bei einer Veranstaltung in Gnarrenburg gezeigt hat.

Bislang waren rund 21.500 ha für den Torfabbau vorgesehen. Sie wurden bisher landwirtschaftlich genutzt und sollen nach den neuen Plänen aus dem Raumordnungsprogramm gestrichen werden. "Das schützt nicht nur die Moorböden, sondern gerade viele Landwirte in diesen Gebieten vor Flächenverlust", argumentierte Meyer.

"Bei einer Umsetzung würden zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe der Region in akute Existenznot geraten“, erklärte dagegen der stellvertretende Kreisvorsitzende des Landvolk Niedersachsen, Jürgen Logemann gegenüber der Lokalpresse.

Auch das Landvolk Hannover ist gar nicht gut auf Minister Meyer zu sprechen. In einer Online-Petition unter dem Motto ‚Weitsicht statt Willkür!’ wird eine verlässliche Förderpolitik des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums gefordert.

Aufgegriffen hat den Zwist jetzt auch der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im niedersächsischen Landtag, Frank Oesterhelweg. Er fordert Ministerpräsident Stephan Weil auf, Meyer zu bremsen.

Mitglieder des Landvolkverbandes Braunschweiger Land haben eine "Braunschweiger Resolution" verabschiedet, die sich mit deutlichen Worten gegen die "Diffamierung unserer Bauernfamilien" durch Meyer und für eine Versachlichung der Agrarpolitik ausspricht. (hed)
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