Milchkrise

Bauernbund verlangt faire Bedingungen

Die Vorsitzende der Agrarministerkonferenz (AMK), Priska Hinz, hält an ihrem Versprechen, den Milchbauern zu helfen fest, und empfängt am kommenden Dienstag in Wiesbaden die Agrar-Amtschefs der Länder in Wiesbaden. Nach der ersten Runde im Oktober sollen Maßnahmen ausgelotet werden, um die Milchkrise zu beenden. In einem offenen Brief wendet sich nun Kurt-Henning Klamroth, Präsident des Deutschen Bauernbundes, in einem Brief an die Teilnehmer. Er spricht sich dafür aus, im Agrarmarktstrukturgesetz eine Klausel zu verankern, wonach Milchlieferverträge in Deutschland grundsätzlich Menge und Zeitraum sowie einen Festpreis enthalten müssen. Klamroth möchte vor allem dass das in der ersten Runde in spiel gebrachte  System der Liefer- und Abnahmebeziehungen weiter verfolgt werden sollte.
Konkret sollten die Milchverträge folgende verbindliche Regeln enthalten.
  • Liefermenge und Lieferzeitraum für mindestens 4 Monate und höchstens 4 Jahre mit festen Preisen
  • Wahlweise Komplettandienung oder variable Andienung innerhalb des Lieferzeitraums, verbunden mit einem festen Preiszuschlag im Falle der Komplettandienung
  • Teilnahme an Spezialprogrammen wie Biomilch, Heumilch, Weidemilch, gentechnikfreie Milch
  • Informationspflichten der Vertragspartner bei variabler Andienung, Vertragsstrafen bei Nichterfüllung. (da)
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