"Das EEG bietet keine Perspektive für die Bioenergie", wird der Vorsitzende des Fachausschusses für Erneuerbare Energien, Rainer Tietböhl, in einer Mitteilung des DBV zitiert. Vielmehr bedeute es Abbau. Die vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWIE) vorgeschlagene Verordnungsermächtigung und die Deckelungen der Ausschreibungen seien nach Aussage von Tietböhl "völlig unzureichend".

Mit den im Entwurf vorgesehenen Regelungen würde die Bioenergie-Leistung in den kommenden 15 Jahren um etwa 80 Prozent reduziert. Damit könne die Bioenergie ihre wichtige Rolle zum Ausgleich der schwankenden Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie praktisch nicht mehr wahrnehmen, kritisiert Tietböhl.

Gemeinsam mit den Bioenergieverbänden fordert daher der DBV die Wahrung des derzeitigen Bestandes der Stromerzeugung aus Biomasse. Notwendig sei eine konkrete, ab 2017 geltende Anschlussregelung im EEG, um die Vorteile der Bioenergie für die angestrebte Energiewende effektiv zu nutzen. (jst)  
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