Ökologische Vorrangflächen

Bayern erlaubt früheren Umbruch


Um eine besonders bodenschonende Vorbereitung von Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) mit Zwischenfrüchten und Grasuntersaaten für die Frühjahrsbestellung zu ermöglichen, können die bayerischen Landwirte künftig mit dem Bodenumbruch bereits einen Monat früher beginnen. Wie Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in München mitteilte, nutzt der Freistaat die rechtlichen Spielräume aus und verlegt den Umbruchtermin auf den 16. Januar.

Dieser Termin gilt nach Ministeriumsangaben auch für Winterkulturen und Winterzwischenfrüchte, die nach Ernte von ÖVF-Leguminosen anzubauen sind. Die Vorverlegung des frühestmöglichen Umbruchtermins soll auch dazu beitragen, Bodenverdichtungen zu vermeiden und eine gute Bodenstruktur zu erhalten. Dies diene dem Erosionsschutz, der Grundwasserneubildung, der Wasser- und Nährstoffversorgung der Kulturpflanzen und damit auch der Bodenfruchtbarkeit, so das Ministerium in einer Mitteilung. Die Vorgaben zum Erosionsschutz auf erosionsgefährdeten Flächen sowie die Bestimmungen der Agrarumweltmaßnahmen seien allerdings weiterhin einzuhalten.

Die Vorverlegung des frühestmöglichen Umbruchtermins wird mit der Novellierung der Erosionsschutzverordnung zum 1. Januar 2016 umgesetzt. Gleichzeitig wird den Landwirten die Möglichkeit eingeräumt, die Verpflichtungen der Erosionsschutzverordnung durch die Anlage von Erosionsschutzstreifen nicht nur bei Mais und Zuckerrüben, sondern bei allen Sommerkulturen einzuhalten. (SB)
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