Energiedialog

Bayern fördert Speichertechnologie

Drei Monate hat die Wirtschaftsministerin in Bayern mit Verbänden und Organisationen über die künftige Energieversorgung im Freistaat gesprochen. Was den Ausbau der erneuerbaren Energien betrifft, machte Aigner heute in München Abstriche. Der Beitrag der Erneuerbaren zur Versorgungssicherheit könne beim gegenwärtigen Stand der Technik nur in eng begrenztem Umfang gesteigert werden.

„Die Erneuerbaren müssen dem Gesamtsystem dienen, ihre Produktion muss sich mehr am Bedarf orientieren“, erklärte Aigner. Ein Schwerpunkt legt sie deshalb auf eine gleichbleibende Versorgung ohne Engpässe. Um Produktionsüberschüsse der erneuerbaren Energien wirtschaftlich und über längere Zeiträume zu speichern, will sie die Speicherforschung weiter fördern und ausweisten. Mit in den Energiedialog eingebunden war auch der Bayerische Bauernverband (BBV). Er bezeichnete die Landwirte als einen wichtigen Motor für die Energiewende in Bayern. Viele Landwirte erzeugen Erneuerbaren Energien und nachwachsende Rohstoffe.

Aigner hatte sich vor einer Woche dafür ausgesprochen, dass es nur eine Stromtrasse von Nord nach Süd geben solle. Sie wolle nicht für die Stromüberschüsse aus dem Norden herhalten, sondern setzt sich für den Bau eines zusätzlichen Gaskraftwerkes ein. Diese Aussage sorgte für Unmut bei Horst Seehofer (CSU), Ministerpräsident in Bayern, der sich noch nicht auf eine oder zwei Stromtrassen festlegen möchte. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) machte klar, dass der Bund ein solches Vorhabe nicht bezuschusse. (da)
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