Anbindehaltung

Bayern kämpft für kleine Milchbetriebe


Der Bundesrat hat am vergangenen Freitag ein gesetzliches Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung gefordert. Die Länderkammer sprach sich für eine Übergangsfrist von zwölf Jahren aus. Der Bayerische Bauernverband (BBV) hält das für nicht ausreichend. „Es gibt Betriebe, die hätten einfach nicht die Möglichkeit, einen Laufstall zu bauen“, stellt der BBV fest. In Bayern steht nach Angaben des Verbandes noch rund ein Drittel aller Kühe in Anbindehaltungssystemen. Ein massiver Strukturbruch wäre die Folge eines Verbots, befürchtet der Verband.

Dieser Auffassung sind auch die Freien Wähler im Freistaat. Ein Verbot der Anbindehaltung würde das Aus für zahlreiche familiengeführte Betriebe in Bayern bedeuten und den Strukturwandel hin zu Großbetrieben noch beschleunigen. Dagegen würden auch keine Übergangsfristen helfen, kritisieren die Freien Wähler.

Die Bayerische Staatregierung hatte am Freitag im Bundesrat gegen den Antrag gestimmt und will weiter gegen ein generelles Verbot der Anbindehaltung kämpfen, so ein Sprecher des bayerischen Landwirtschaftsministeriums auf Anfrage von agrarzeitung.de. (SB).
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