Bio-Siegel

Bayern spielt Regional-Karte


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Die EU-Kommission habe nach mehrmonatiger Prüfung das bayerische Bio-Siegel genehmigt, teilte das Bayerische Landwirtschaftsministerium mit. Im Herbst könnten erste Produkte mit dem neuen Zeichen im Handel zu finden sein. Mit dem regionalen Bio-Siegel will der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) die ständig wachsende Nachfrage nach Bio gezielt auf regionale Produkte lenken. Schließlich seien immer mehr Verbraucher bereit, den Mehrwert heimischer Bio-Lebensmittel wie Frische, kurze Transportwege und nachvollziehbare Erzeugung auch über den Kaufpreis zu honorieren. Brunner erwartet, dass sich das neue Siegel rasch auf dem Markt durchsetzt und erhofft sich davon Rückenwind beim Absatz bayerischer Bio-Produkte.

Die Qualitätsvorgaben des neuen bayerischen Bio-Siegels orientieren sich an den Standards der Ökoverbände in Bayern und gehen damit deutlich über die gesetzlichen Vorgaben für Bio hinaus. So gelten beispielsweise höhere Anforderungen beim Tierschutz und bei der Ausbringung von Düngern. Alle Teilnehmer sind in ein mehrstufiges Kontrollsystem eingebunden, das analog zum bewährten bayerischen Herkunfts- und Qualitätssicherungssystem GQ aufgebaut wird. In dem neuen Bio-Siegel sieht Brunner einen wichtigen Baustein des Landesprogramm „BioRegio Bayern 2020“, zur Förderung der heimischen Ökoproduktion. (SB)
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