Milchgipfel

Bayern verlangt größere Hilfen


"Die auf EU- und Bundesebene bislang beschlossenen und angedachten Maßnahmen reichen längst nicht aus, um den aus den Fugen geratenen Milchmarkt zu stabilisieren", sagte der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner heute in München. In einer Sitzung des bayerischen Kabinetts, an der auch Bundesagrarminister Christian Schmidt teilgenommen hatte, sei beschlossen worden, zusätzliche Mittel für die bayerischen Milcherzeuger bereitzustellen, teilte Brunner mit. Die bisher beschlossenen Maßnahmen seien wichtig, um den Betrieben Liquidität für ihre laufenden Verpflichtungen zu schaffen. Sie lösten aber nicht das eigentliche Problem, dass das Milchangebot zu hoch sei. 

Nach Ansicht von Brunner müssten finanzielle Hilfen für die Milcherzeuger an eine Verringerung der Milchmenge gebunden werden. Sollte sich die Lage am Milchmarkt in den nächsten Wochen nicht bessern, so dürfe auch eine zeitlich befristete EU-weite Mengenbegrenzung nicht länger tabu sein, äußerte der Minister. Schließlich gelte es, ein Höfesterben mit unabsehbaren Folgen für die ländlichen Räume zu verhindern. (jst)   
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