Modellprojekt

Bayern will Bodenschutz verbessern

Agrarminister Helmut Brunner will den Boden- und Gewässerschutz in Bayern voranbringen. Dazu wurde jetzt eine in den Landkreisen Traunstein und Rottal-Inn erfolgreich erprobte Initiative auf das gesamte Bundesland ausgedehnt, teilte das Ministerium in München mit.

„Nur wenn Landwirte, Kommunen und Fachverwaltungen gemeinsam maßgeschneiderte Lösungen erarbeiten, lassen sich Bodenerosion und Nährstoffeinträge in Bäche und Seen nachhaltig verringern", so Brunner während einer Fachtagung in München. Das habe die Initiative „boden:ständig" der Verwaltung für Ländliche Entwicklung während ihrer Testphase am Waginger See und am Rottauensee „eindrucksvoll" unter Beweis gestellt.

Der Erfolg sei auf eine optimale Arbeitsteilung der Akteure zurückzuführen: „Die Landwirte setzen auf erosionsmindernde Bewirtschaftungsmethoden, die Gemeinden sorgen für einen naturnahen Zustand der Wasserläufe und gemeinsam realisiert man Puffersysteme wie begrünte Abflussmulden und Feuchtflächen". Für eine professionelle Beratung und Begleitung sorgt laut Brunner die Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Zudem gebe es „passgenaue" staatliche Zuschüsse - etwa im Rahmen des neuen Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms.

Schon jetzt sei das Interesse auch in anderen Landesteilen hoch: 30 Projektgebiete stehen den Angaben zufolge derzeit in den Startlöchern für „boden:ständig" - Tendenz steigend. (Sz)
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