Milchmarkt

Bayern will stabilisieren

Das von der EU-Kommission angekündigte Hilfspaket für den Milchsektor sei zwar ein richtiger und wichtiger Schritt, greife aber zu kurz, sagte der Minister in München. Brunner will deshalb am kommenden Donnerstag bei der Agrarministerkonferenz (AMK) in Potsdam seine Länderkollegen dazu bewegen, gemeinschaftlich nicht nur eine unverzügliche Umsetzung der Brüsseler Vorschläge einzufordern, sondern darüber hinaus auch eine Erhöhung der Interventionspreise bei Milch und Milcherzeugnissen.

"Der russische Importstopp hat zu einer erheblichen Verunsicherung auf den internationalen Märkten geführt", sagte der Minister. Brüssel müsse deshalb unverzüglich alle zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, um einen Verfall der Milchpreise zu verhindern.

Die Branche brauche Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen und zusätzliche Märkte erschließen zu können. Die EU-Kommission hat in der vergangenen Woche Beihilfen für die private Lagerhaltung von Butter, Magermilchpulver und einigen Käsesorten sowie eine Verlängerung des Interventionszeitraumes für Butter und Magermilchpulver angekündigt. (HH)
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