Flächenstatistik

Beim Greening dominieren Zwischenfrüchte


Bundesweit werden fast 1,4 Mio. ha für Greening-Maßnahmen genutzt. Auf mehr als zwei Dritteln dieser Flächen (930.000 ha) wurden Zwischenfrüchte angebaut und Grasuntersaaten angelegt, teilt das Bundeslandwirtschafministerium nach einer Auswertung der von den Bundesländern gemeldeten Flächenzahlen mit. 220.000 ha ließen die Landwirte unbearbeitet, das entspricht 16 Prozent aller Greening-Flächen. Einen hohen Anteil hatte auch der Anbau von stickstoffbindenden Pflanzen mit 12 Prozent (162.000 ha). Im Vergleich dazu relativ klein ist der Anteil von Puffer-, Wald-, Feldrandstreifen (16.500 ha), CC-Landschaftselementen und Terrassen (33.000 ha), Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb (2.200 ha) und Aufforstungsflächen (1.900 ha).

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigt sich zufrieden: „Es war richtig von uns, diese Flexibilität zu eröffnen. Unsere Landwirte haben sie intensiv genutzt, um zusätzliche Umweltleistungen entsprechend den jeweiligen regionalen und betrieblichen Gegebenheiten bereitzustellen.“, erklärte der CSU-Politiker.

Mehr als die Hälfte wird produktiv genutzt

Die verschiedenen Greening-Maßnahmen werden angesichts ihrer unterschiedlichen ökologischen Wertigkeit mit verschiedenen Faktoren gewichtet. Daraus ergibt sich rechnerisch eine Fläche von knapp 691.000 Hektar. Insgesamt entfallen über 57 Prozent der gewichteten ökologischen Vorrangflächen auf produktive Flächennutzungen (Zwischenfrüchte und Grasuntersaaten, stickstoffbindende Pflanzen, Flächen mit Niederwald im Kurzumtrieb, Aufforstungsflächen) und dementsprechend knapp 43 Prozent auf Flächen ohne produktive Nutzungen (brachliegende Flächen, streifenförmige Elemente, Landschaftselemente und Terrassen). „Beide Kategorien sind also für die Landwirte eminent wichtig, um die erwünschten Umweltleistungen zu erbringen“, betont Schmidt. (SB)
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