Landwirtschaftliche Sozialversicherung

Beitrag zur Alterskasse steigt


Zum 1. Januar 2016 steigen  die Beiträge zur Alterssicherung der Landwirte. Die Beiträge liegen in den alten Bundesländern bei 236 €/Monat (Vorjahr: 232 €) und in den neuen Bundesländern bei 206 €/Monat (199 €). Sie steigen somit um 1,7 Prozent (West) bzw. 3,5 Prozent (Ost). In der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt der Beitragssatz wie im Vorjahr 18,7 Prozent. Dass Landwirte mehr bezahlen müssen, liegt am den unterschiedlichen Berechnungssystemen. Grundlage für den Beitragssatz in der Alterssicherung der Landwirte ist das voraussichtliche Durchschnittsentgelt - und das steigt deutlich an, teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit.

Der Beitrag aktiver Landwirte zur landwirtschaftlichen Krankenversicherung steigt nur in der Beitragsklasse 20, alle anderen Beitragsklassen bleiben konstant. Der Anstieg in der Beitragsklasse 20 ist auf gesetzliche Vorgaben zurückzuführen, die eine Anpassung an die Beitragshöhen der gesetzlichen Krankenversicherung fordern.

In der sozialen Pflegeversicherung bleibt der Beitrag im Jahr 2016 konstant. Für Landwirte und ihre mitarbeitenden Familienangehörigen, die ihren Beitrag zur Pflegeversicherung in Form eines Zuschlags zum Beitrag zur Krankenversicherung leisten, ergeben sich geringfügig niedrigere Beiträge (außer Beitragsklasse 20). Der Zuschlag beträgt im Jahr 2016 15,0 Prozent (Vorjahr: 15,2 Prozent). Für kinderlose Mitglieder ab dem 23. Lebensjahr beträgt der Zuschlag 16,6 Prozent (Vorjahr: 16,82 Prozent).

Landwirte, die aufgrund ihrer Einkommenssituation ergänzend Arbeitslosengeld II beziehen, müssen künftig keine Beiträge zur landwirtschaftlichen Krankenkasse und zur Pflegeversicherung leisten. Der bisherige Unternehmerbeitrag fällt weg. Der Beitrag aus dem Arbeitslosengeld II wird in pauschalierter Form durch die Bundesagentur für Arbeit oder die zuständige Optionskommune getragen. (SB)

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