US-Handelsabkommen

Belastete Gespräche

In der EU wächst die Kritik am Abkommen. In den USA vergrößert sich das Desinteresse am Freihandelsabkommen (TTIP). Öl ins Feuer der Kritiker schüttet ein Bericht der EU-Kommission an die Bundesregierung, von dem der Onlinedienst der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet. Die EU-Kommission beklagt sich darin über die fehlenden Ambitionen der USA für einen Zollabbau. Schon gleich nach dem gegenseitigen Austausch von Angeboten im Februar bemängelte EU-Handelskommissar Karel de Gucht, dass die EU bei der Liberalisierung deutlich weiter ginge, als die USA.

In der kommenden Woche ist in Brüssel die nächste Verhandlungsrunde anberaumt. Inzwischen mehren sich die Zweifel, ob das TTIP-Abkommen, wie geplant, noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. In der EU befürchten Umwelt- und Verbraucherschützer den Import gentechnisch veränderter (GV-) Lebensmitteln und Hormonfleisch aus den USA. De Gucht ist damit beschäftigt, die Kritiker in der EU zu besänftigen und muss sich jetzt auch noch mit einem unzureichenden Angebot aus den USA auseinandersetzen. (Mö) 
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