Alle Vorschriften zum Greening und den Agrarumweltauflagen sollten Landwirte für ihre Anbauplanung genau lesen, rät Cort Brinkmann, Landwirtschaftlicher Unternehmensberater LBB Göttingen. Teils ergeben sich konkurrierende Auflagen, die eine geplante Version für die Erfüllung der ökologischen Vorrangfläche unpraktikabel machen, erklärte er beim Saaten-Union-Winterforum in Magdeburg.

Beispielsweise seien für Blühstreifen in Sachsen-Anhalt die Fristen der beiden Vorschriften nicht aufeinander abgestimmt, warnt er. Im Zweifel sollten die Landwirte beispielsweise für die Anrechnung von Landschaftselementen bei der amtlichen Beratung Hilfe suchen.

Die Brache sei aber keinesweges die günstigste Option, auch wenn dabei Arbeitskraft und Saatgutkosten gespart werden. Bei seinen Berechnungen schnitten vielfach die Zwischenfrüchte als günstigste Variante ab. Betriebe, die bislang aber keine Sommerkultur haben, sollten überlegen, ob der Anbau von Mais möglich ist. Nach Ansicht des Beraters sollte sich aber kein Betrieb die Greeningprämie entgehen lassen. (brs)
stats