Nikolaus Berlakovich ist nun doch für ein Verbot der Insektizide mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam aus der Gruppe der Neonicotinoide. Zusätzlich kündigte der Minister ein Maßnahmenpaket für Forschung, Landwirte und Imker an. Dies berichtet der österreichische Newsletter AIZ.

Berlakovich hatte in der vergangenen Woche in Brüssel gegen ein Verbot der umstrittenen Wirkstoffe gestimmt. Danach war er massiven Vorwürfen im Heimatland ausgesetzt. Die Opposition plante im Wahlkampfjahr ein Mißtrauensvotum.

"Wir wollten eine bessere Lösung finden, die von den Betroffenen akzeptiert wird und sowohl die Bienen schützt als auch bäuerliche Existenzen sichert. Der Vorschlag zuvor hat keine Akzeptanz gefunden ", erklärte Berlakovich sein Einlenken. Die im Vorfeld der Entscheidung zu Neonicotinoden häufig genannte Alternative "Gentechnik " lehnte Berlakovich ab, Österreich wolle Gentechnik-frei bleiben.

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreichs, Gerhard Wlodkowski gab zu bedenken, dass für Österreich 50 bis 60 Mio. € auf dem Spiel ständen, trotzdem trage die Landwirtschaftskammer die Entscheidung von Minister Berlakovich mit, auch wenn das Verbot eine "sehr große Belastung für die Landwirtschaft ist, aber wenn die öffentliche Meinung einen anderen Weg fordert, dann werden wir den auch gehen ". (hed)
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