Schweineproduzent

Berufsverbot für Straathof gilt


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Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg lehnt die beantragte Aussetzung des Tierhaltungsverbots ab. Der Schweinehalter Adrianus Straathof hatte versucht, sich mit einem Eilrechtsschutzantrag dagegen zu wehren. Damit wollte er erreichen, dass der zuständige Landkreis Jerichower Land das Berufsverbot nicht vollstrecken kann.

Es bestehe hinreichender Anlass zu der Annahme, dass aus der weiteren Haltung oder Betreuung der Tiere durch Herrn Straathof eine Gefahr für deren angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung resultiere, begründet das OVG seine Entscheidung.

Der Landwirt tritt nun bis zur gerichtlichen Klärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe als Geschäftsführer zurück. Er wolle so den reibungslosen Weiterbetrieb ermöglichen, heißt es. Die Verfügung greift nicht in den Geschäftsbetrieb ein. Mit dem Tierhaltungsverbot sei weder die Schließung der Betriebe noch eine Ausstallungsverpflichtung oder ein Wiederbelegungsverbot verbunden, erklärt das Gericht.

Vergangene Woche hat der Landkreis Jerichower Land wegen gravierender Tierschutz-Verstöße ein Tierhaltungsverbot gegen Straathof erlassen. Die Behörde in Sachsen-Anhalt hatte seit Jahren die Missstände in einigen Produktionsbetrieben bemängelt. (kbo)
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