Kommunikation

Besseres Image kostet Geld

Die jüngsten kritischen Medienberichte über die Landwirtschaft haben einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig für Landwirte eine professionelle Kommunikation ist. In Berlin wurde auf Einladung des Forums Moderne Landwirtschaft darüber diskutiert, wie die Branche einen Stimmungswechsel erreichen kann.

Umgang mit Kritik verbessern

Hubertus Paetow von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mahnte seine Berufskollegen, Kritikern keine Angriffsflächen zu bieten. Landwirte agierten mitunter nahe an der Grenze dessen, was früher unter „das tut man nicht" gefallen sei, sagte er. Landwirte sollten den Dialog suchen und ihren Umgang mit Kritik verbessern. Bei Verstößen gegen Konsenslösungen und Gesetzte solle sich der Berufsstand eindeutig positionieren. Medien und NGOs warf Paetow vor, die Agrarkritik zu einem Geschäftsmodell gemacht zu haben. Darauf könne nur mit professioneller Kommunikation reagiert werden.

In Deutschland fehlt zentrale Plattform

Amil Hota, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Blumberry, riet, die Anstrengungen der Agrarbranche zu bündeln. Es fehle eine zentrale Plattform, die mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausgestattet ist. Hota schlug vor, 2017 zum „Jahr der Landwirtschaft" auszurufen. Für eine Kampagne im Wahljahr müssten klare Themen, Ideen und Botschaften erarbeitet werden. (SB)
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