EU-Gelder

Betriebsprämie kommt am 29. Dezember


Betriebsprämien, die Umverteilungsprämien für die ersten 46 Hektar, die Junglandwirteprämie und die Kleinerzeugerprämie werden in Mecklenburg-Vorpommern am 29. Dezember ausgezahlt, kündigt das Landwirtschaftsministerium an. „Damit werden in MV die Betriebsprämien in 2015 zum frühest möglichen Termin ausgezahlt “, erklärte heute Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD). „EU-rechtlich wäre dies noch bis Ende Juni 2016 möglich gewesen. Aber ich weiß, wie wichtig die Prämienzahlung für die Liquiditätssicherung der landwirtschaftlichen Unternehmen zum Ende eines Kalenderjahres ist. Deshalb habe ich der Antragsbearbeitung in den Behörden eine hohe Priorität beigemessen“, unterstreicht der Minister. Gleichzeitig bedankt er sich bei den Mitarbeitern in den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt und dem Ministerium. Für sie sei die rechtskonforme Auszahlung zu diesem frühen Termin aufgrund der ab 2015 geltenden Reformbestimmungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und der damit verbundenen neuen Aufgaben ein „erheblicher Kraftakt“ gewesen.

Im Einzelfall könne es aber dennoch zu zeitlichen Verzögerungen bei der Auszahlung auf Grund noch nicht abgeschlossener Prüfungen oder fehlender Dokumente kommen. Diese Antragsteller erhalten bei Vorhandensein der Fördervoraussetzungen im Januar 2016 ihr Geld, teilt das Ministerium mit. Der Gesamtbetrag der Direktzahlungen, die am 29. Dezember im Land an 4.725 landwirtschaftliche Unternehmen ausgezahlt werden, wird sich auf rund 358,7 Mio. € belaufen.

Auch in Sachsen-Anhalt werden die EU-Mittel noch in diesem Jahr auf den Höfen ankommen. Die Landwirte erhalten bis Monatsende rund 320 Mio. € Direktzahlungen von der EU. „Von den Zahlungen profitieren 4.267 Betriebe in Sachsen-Anhalt. Dieses Geld hilft, Arbeitsplätze zu sichern. Es sichert die Liquidität der Betriebe, dient damit der Einkommensicherung und ist der Lohn für die gute Arbeit, die unsere Landwirte leisten“, erlärte heute Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU). Für viele Landwirte, die sich widrigen Markbedingungen, etwa im Milch- und im Schweinefleischsektor, gegenüber sähen, seien die Direktzahlungen ein wichtiger Einnahmeposten.

Rheinland-Pfalz plant eine Auszahlung zum 30. Dezember. Durchschnittlich erhalte jeder Betrieb 10.700 € aus Mitteln der Europäischen Union, teilte Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken (Grüne) mit. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Agrarkrise sind die Zahlungen wichtiger denn je, helfen sie den Betrieben doch in akuter wirtschaftlicher Not“, betonte Höfken. Rund 17.700 Betriebe erhalten Geld aus Brüssel, das sind 4.500 mehr als im Vorjahr. „Das Plus kommt zustande, weil erstmals auch unsere Winzer von den Direktzahlungen der EU profitieren“, erklärte Höfken. (SB)
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