Energiepflanzen sollen besser berücksichtigt werden im EEG
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Energiepflanzen sollen besser berücksichtigt werden im EEG

Ein letzter Anlauf, noch Verbesserungen für Energiepflanzen als Substrat für Biogasanlagen ins EEG 2014 zu bringen, kommt aus Baden-Württemberg. „Wir geben uns noch nicht geschlagen", sagte der CDU-Agrarpolitiker und Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg, Alois Gerig, am späten Dienstag gegenüber agrarzeitung.de. Seine Landesgruppe habe explizit in die Schlussberatungen um das EEG im Bundestag einen Vorschlag eingebracht, die Einsatzstoffvergütung für Energiepflanzen doch wieder unterzubringen.

Unterstützung für Energiepflanzen

Im Gespräch ist, dass die bisherige Einsatzstoffvergütungsklasse zwei, zu der Mist, Luzernegras und Landschaftspflegeprodukte gehören, erhalten bleibt und von 8 auf 5 Cent/kWh sinkt. Als weitere Vorgabe kann sich die Landesgruppe vorstellen, für diese Vergütungsklasse ein Einsatzverhältnis von 20 Prozent nachwachsende Rohstoffe zu 80 Prozent Rest- und Abfallstoffen vorzuschreiben. Damit wäre der im Koalitionsvertrag verankerte Anspruch, die Nutzung der Biomasse nur „überwiegend" auf Reststoffe zu reduzieren, gewahrt.

Zähe Verhandlungen erwartet

Die Landesgruppe Baden-Württemberg hofft, für ihren Vorschlag in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion kommende Woche eine Mehrheit zu bekommen. Inhaltliche Unterstützung erwartet sie laut Gering von der CSU, die sich in den Verhandlungen bisher auch für die Biogaserzeugung stark gemacht hat. Klar ist jedoch auch, dass gerade bei der komplexen EEG-Reform noch viele andere Kompromisse bis zur Verabschiedung Mitte kommender Woche im Raum stehen.

Düstere Prognose für Neubau

Der aktuelle EEG-Gesetzesentwurf des Bundesenergieministeriums sieht keine Vergütungsklassen für den Einsatz von Pflanzen mehr vor. Wenn dieser so beschlossen würde, schätzt der Fachverband Biogas, dass der Zubau an Biogasanlagen auf 6 MW pro Jahr schrumpft. Das im EEG-Entwurf vorgesehene Ausbauziel von 100 MW würde damit bei weitem unterschritten. (sta)
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