Nach Schätzungen von Naturschützern leben in Mecklenburg-Vorpommern 1.500 bis 1.800 Biber. Weil die sich die Tiere immer mehr ausbreiten und Schäden in der Landwirtschaft verursachen, schlägt die agrarpolitische Sprecherin der CDU, Beate Schlupp, vor, die Zahl der Tiere zur regulieren. Mit ihrer Forderung nach einem begrenzten Abschuss der geschützten Tiere sorgte die Politikerin beim Koalitionspartner SPD für Unverständnis. Schupp sei über das Ziel hinausgeschossen, kommentierte Thomas Krüger (SPD) den Vorstoß.

Unterstützung bekommt die CDU-Politikerin dagegen vom Bauernverband. Es müsse gefragt werden, wann eine Obergrenze erreicht sei und wie diese durchgesetzt werden könne. Die jährlichen Schäden der Wasser- und Bodenverbände hätten sich von 2010 bis 2013 auf mehr als 200.000 € vervierfacht. Für Schäden, die geschützte Tiere wie Biber, Wolf oder Kranich in der Landwirtschaft verursachen, stelle das Land aber nur 75.000 € zur Verfügung. Viele Landwirte hätten bereits resigniert und würden Schäden nicht mehr melden, so der Verband. (az)
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