Forschung

Bienen erhalten eigenes Institut


Christian Schmidt (r.) überreicht den symbolischen Schlüssel an Dr. Jens Pistorius (M.) und Prof. Georg Backhaus.
-- , Foto: jst
Christian Schmidt (r.) überreicht den symbolischen Schlüssel an Dr. Jens Pistorius (M.) und Prof. Georg Backhaus.

Die Rolle und Bedeutung der Bienen sowohl für die Natur als auch die Bestäubungsleistung im Obst- und Gemüseanbau werde häufig unterschätzt, sagte Schmidt heute anlässlich des Festaktes. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bestäubungsleistung der Bienen werde von Experten dagegen auf eine Größe zwischen 2 bis 4 Mrd. € beziffert, hinzu komme noch der Wert des gewonnenen Honigs, führte er aus. 

Dieser Bedeutung wolle nun das Bundeslandwirtschaftsministerium mit der Einrichtung des Institus für Bienenschutz gerecht werden. Etwa 15 Dienstposten werden dafür am JKI-Standort Braunschweig eingerichtet. Zum Leiter des Instituts wurde der Agrarbiologe und passionierte Imker Dr. Jens Pistorius benannt.

Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln für Bienen

Ziele des Fachinstituts seien eine intensive Forschung und wissenschaftliche Bewertung, um den Schutz der Bienen weiter zu stärken, beschrieb Schmidt die Aufgaben. Die Einrichtung solle dazu beitragen, Managementsysteme für die Haltung von Bienenvölkern besser zu verknüpfen. Auch solle die Kompetenz des gesamten JKI zur präzisierten Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln für Honigbienen und andere wichtige Bestäuber beitragen.

JKI-Präsident Prof. Georg Backhaus wies darauf hin, dass im Bereich der Agrarökologie nicht allein die Honigbiene, sondern auch Wildbienenarten und Hummeln und deren Schutz im Fokus des neuen Instituts stehen werden.  Das JKI-Institut für Bienenschutz werde dabei eng mit anderen Einrichtungen der Bundesländer wie auch Hochschulen und Universitäten zusammenarbeiten. (jst)
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