Russland

Bilaterale Exportlösungen nehmen zu

Bereits zu Beginn oder Mitte des Monats Februar werden russische Inspekteure in Deutschland erwartet. Auch deren Kollegen in der Zollunion mit den Ländern Weißrussland, Kirgisien und Kasachstan hätten die Möglichkeit daran teilzunehmen, bestätigte der russische Agrarattache in Deutschland, Vladimir Schaykin gegenüber agrarzeitung.de heute in Berlin. Die Aufgabe der russischen Inspekteure bestehe in der Prüfung und Zulassung von Unternehmen des Milch- und Fleischsektors für den Export nach Russland. 

Die Voraussetzungen für Exporte aus den Ländern der EU seien in der jüngsten Zeit von der staatlichen Aufsichtsbehörde für die Lebensmittelsicherheit in Moskau, Rosselchosnadsor, teilweise neu definiert worden. Allen Unternehmen, die am Export nach Russland interessiert seien, empfiehlt Schaykin, sich auf das Ende der Sanktionen vorzubereiten und die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Seitens der Russischen Föderation bestehe die Zusage, im Fall der Aufhebung der Sanktionen durch die EU, umgehend die Beschränkungen für die Lebensmittelimporte aufzuheben. In der Zwischenzeit seien bereits bilateral mit einzelnen Ländern Lösungen für künftige Geschäfte vorbereitet worden.

Auch das wegen des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestehende generelle Verbot für den Export von Schweinefleisch aus der EU sei angepasst worden. Russland verfolge zunehmend das Konzept der Regionalisierung. Dies bedeute, dass Länder,  in denen nachweislich keine ASP aufgetreten sei und die dafür eine Garantie übernehmen, kurzfristig wieder liefern könnten. Voraussetzung für alle Exportgeschäfte bleibe jedoch nach wie vor eine politische Lösung der bestehenden Handelsembargos. (jst) 
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