Klimaschutz

Biodiesel wird gebraucht


Mit den Vorgaben der EU-Kommission werde kaum noch in Anlagen für Biotreibstoffe für die Zeit nach 2020 investiert, kritisiert der Europäische Verband der Ölmühlen (FEDIOL). Konventionelle Biotreibstoffe seinen aber bisher die einzige Lösung für einen klimafreundlichen Transportsektor, was die Mengen und die Markteinführung anginge, betonte FEDIOL-Generaldirektorin Natalie Lecoq. Man brauche auch die vom Acker stammenden Treibstoffe, um den Übergang zur 2. Genration von Biotreibstoffen zu schaffen. Die EU-Kommission hat einen Vorschlag für einen klimaschonenden Transportsektor gemacht und will darin die Förderung von Biodiesel und Bioethanol bis 2030 auslaufen lassen.

Der Vorschlag der EU-Kommission zur Einbeziehung der Land- und Fortwirtschaft (LULUCF) in die Klimapolitik kommt in der Agrarbranche besser weg. Die Versorgung mit Nahrungsmitteln werde durch die Klimapolitik nicht gefährdet, hält die Europäische Dachorganisation der Bauern- und Genossenschaftsorganisationen (Copa/Cogeca) fest. Der Agrarverband lobt eine ausreichende Flexibilität für die Landwirtschaft in den Klimaschutzvorgaben. Die EU-Kommission erwartet in ihrem LULUCF-Vorschlag, dass Wald und Agrarland als Karbonsenken erhalten bleiben. Waldrodungen, der Graslandumbruch oder die Trockenlegung von Wiesen muss deshalb an anderen Orten ausgeblichen werden. (Mö)
stats