Mit Plakataktionen für erneuerbare Energien.
-- , Foto: BEE
Mit Plakataktionen für erneuerbare Energien.

Unter dem Motto „Unterm Strich am günstigsten: Erneuerbare Energien“ kritisieren der Bundesverband Bioenergie (BBE), der Fachverbandes Biogas (FvB) und der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) in einer öffentlichen Kundgebung heute vor dem Umweltministerium (BMU) die Vorschläge der Bundesminister Rösler und Altmaier zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Am heutigen Nachmittag findet im BMU die letzte vorbereitende Sitzung zwischen den beiden Ministern zusammen gemeinsam mit den zuständigen Landesministern statt. Am Donnerstag sollen zum Energiegipfel die Ergebnisse bekannt gegegeben werden.

Ohne Bioenergieanlagen könne es keine Versorgungssicherheit in einem erneuerbaren Stromsystem geben, betont der BBE-Vorsitzende Helmut Lamp. Die geplanten Maßnahmen wie niedrigere Vergütungen für bestehende Anlagen ab 2014, die Streichung des Güllebonus, die Reduzierung der Entschädigung für die Einspeisung sowie die Einführung einer Mindestumlage für den Eigenverbrauch von Strom, machen laut BBE einen wirtschaftlichen Betrieb von Biogasanlagen und Biomasseheizkraftwerke unmöglich. Die Lobbyverbände verlangen einen Vertrauensschutz für die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) flankiert die Aktion mit Großflächenplakaten in Berlin, mit denen auf die hohen Folgekosten der fossilen und atomaren Energieerzeugung hingewiesen wird. Geschäftsführer Dr. Hermann Falk, weist darauf hin, dass regenerative Energien weder Treibhausgase noch strahlenden Müll erzeugen. „All diese positiven Effekte blendet die hitzige öffentliche Debatte um den Fortgang der Energiewende viel zu häufig aus.“

Auch Nordrhein-Westfalens Umweltminister Johannes Remmel kritisiert den derzeitigen Kurs der Bundesregierung in Sachen EEG. „Die Bundesregierung betreibt die Energiewende ohne Masterplan und ohne Kompass“, kritisierte Remmel. „Wenn dieser Kurs fortgesetzt wird, fahren Merkel, Rösler und Altmaier die Energiewende aber vor die Wand.“ (hed)
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