Treibhausgase

Biomethan ist besonders klimafreundlich


Kraftfahrzeuge, die mit Bioethanol, Rapsöl oder Biomethan angetrieben werden, sollen erheblich zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen beitragen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung der Nabisy-Datenbank, in der die Nachhaltigkeitszertifikate von Biokraftstoffen erfasst werden. Im Vergleich zu fossil betankten Fahrzeugen sollen über 60 Prozent weniger klimaschädliche Abgase entstehen.


Die Auswertung der Nabisy-Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stellt die erste offizielle Statistik seit Einführung der Treibhausgasminderungspflicht vom am 1. Januar 2015 dar.
Bislang war für die Biokraftstoff-Erzeuger nur wichtig, dass sie mehr als 30 Prozent Treibhausgas (THG) im Vergleich zur fossilen Konkurrenz einsparen, um als Biosprit anerkannt zu werden. „Jetzt wurde eindrucksvoll nachgewiesen, dass eine klimafreundliche Mobilität mit Biokraftstoffen bereits Realität ist“, sagt Dr. Stefan Rauh, Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas. Bis Ende letzten Jahres war ein mengenmäßiger Anteil von 6,25 Prozent Biokraftstoff vorgeschrieben. Seit Januar muss die Reduzierung der CO2-Emissionen um mindestens 3,5 Prozent nachgewiesen werden. 


Laut Auswertung schneidet Biomethan im Durchschnitt aller bewerteten Biokraftstoffe am besten ab. Über 80 Prozent THG-Einsparung bestätigt die Nabisy-Datenbank dem Gas. Alle Bio-Kraftstoffe erfüllen im Durchschnitt schon heute die ab 2017 vorgeschriebene Grenze von mindestens 50 Prozent THG-Einsparung. (kbo)
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