Bioökonomierat
Der Bioökonomierat berät die Bundesregierung bei der Umsetzung der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" mit dem Ziel, optimale wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen für eine biobasierte Wirtschaft zu schaffen.

Jüngste Stellungnahme:
Landwirtschaft in Deutschland - Ihre Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit in der Bioökonomie
Dem Agrarsektor in Deutschland bescheinigt das hochrangig besetzte Expertengremium eine hohe Produktivität. Dennoch fordert der Bioökonomierat weitreichende Korrekturen in der nationalen und europäischen Agrarpolitik. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Ackerbau in Deutschland auch bei einem Abbau der Agrarsubventionen in den meisten Regionen international wettbewerbsfähig bliebe.

In der Tierproduktion erwartet der Rat ein Gegensteuern der Politik über die Festlegung eines gesetzlichen Mindestlohns und eine Verschärfung der Düngeverordnung. So sollte die Nutztierhaltung in Einklang mit den gesellschaftlichen Erwartungen stehen. Mit Nachdruck wendet sich der Bioökonomierat gegen Schwarz-Weiß-Malerei. So halte die Gleichsetzung „Großbetriebe - Intensivierung“ einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand.

Die Bioenergie dürfe nicht in Konkurrenz zur Erzeugung von Nahrungsmitteln stehen. Skeptisch äußert sich der Rat auch zur Eiweißstrategie der Bundesregierung.

Darüber hinaus müsse die Politik eine Wassernutzungsstrategie entwickeln. Es gehe nicht, dass in Deutschland ein Großteil des Regenwassers ungenutzt in die Meere fließt.

Schließlich betont der Bioökonomierat die wichtige Rolle der Agrarforschung. Ihr müssten Bund und Länder eine höhere Priorität beimessen und ihre Effizienz verbessern. (az)
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