Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft will mit dem Millionentopf Forschungsansätze unterstützen, die biobasierte Produkte, Energieträger und Verfahren und Technologien zu deren Herstellung erforschen.

Das neue Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe löst das seit 2008 geltende Programm gleichen Namens ab. Ziel sei die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Bioökonomie, die international wettbewerbsfähig sei, gibt das Ministerium bekannt. Deutlicher als bisher sollen bei der Vergabe der Fördermittel übergeordnete Ansätze wie Nachhaltigkeit, Effizienz und gesellschaftlicher Dialog berücksichtigt werden.

Das heißt, dass Projekte nicht mehr nur dem Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutz und der Stärkung der Land- und Forstwirtschaft dienen, sondern auch eine sozialverträgliche Bioökonomie und den Erhalt der Biodiversität befördern sollen. Recycling, Kaskadennutzung und integrierte Nutzungskonzepte wie Bioraffinerien werden stärker als bislang gefördert.

„Wir wollen die Bioökonomie ausbauen", sagte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), „und werden dabei die Nachhaltigkeit und die Sicherung der Ernährung beachten".

Konkrete Projekte, die gefördert werden sollen, können sich zum Beispiel mit der nachhaltigen Erzeugung und Verwertung nachwachsender Rohstoffe befassen, vor allem, wenn die Ressource Wasser dabei eine Rolle spielt. Wer Interesse hat, kann bei der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe in Gülzow einen Fördereintrag einreichen. (az)
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