Milchproduktion

BÖLW: Kraftfuttereinsatz senken


Um die aktuelle Preiskrise auf dem Milchmarkt zu beenden sind nach Ansicht der Ökoverbände einschneidende Maßnahmen notwendig. „Kurzfristige Finanzspritzen reichen nicht aus“, erklärte heute der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, anlässlich des Milchgipfels. „Politik und Berufsvertreter müssen gemeinsam mit den Bauern das System umbauen, so dass Landwirtschaft zukunftsfähig wird“, so zu Löwenstein.

Der BÖLW setzt dabei bei der Art der Produktion selbst an: Wesentliche Anteile des Futters für die Überproduktion würden nicht auf heimischen Betrieben sondern auf den Sojafeldern Südamerikas wachsen. „Zu viel Kraftfutter und eine Tierzucht, die nur auf Turboleistungen setzt, schaden der Tiergesundheit und verschärfen den Teufelskreis von Milchüberschüssen und Tiefstpreisen“, meint der BÖLW. „Da muss sich grundsätzlich etwas ändern“, fordert zu Löwenstein. Kühe müssten von eigenen Flächen und mit weniger Kraftfutter ernährt werden. Das nütze der Umwelt, den Tieren und den Bauern. Weniger Kraftfutter sei besser für Tiere und Umwelt und die Milchmenge werde gesenkt, glaubt der BÖLW. (SB)
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