In einem gemeinsamen Gespräches in Neulußheim, Baden-Württemberg wandten sich die Führungsspitzen der beiden Landwirtschaftsverbände gegen das geplante Ende aller Ausnahmen in der Öko-Erzeugung sowie die geplanten gesonderten Rückstandsgrenzwerte für Öko-Produkte.

Bauernpräsident Joachim Rukwied betonte, dass es nur einen einheitlichen Grenzwert geben dürfe, der wissenschaftlich begründet sein müsse. Eine Zweiteilung des Verbraucherschutzes würde zur Verunsicherung führen.

Die Marktposition der deutschen Öko-Erzeugung solle gestärkt werden und die Agrarforschung zur Produktivitätssteigerung im Öko-Landbau ausgebaut werden, hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme.

Im Bereich Tierwohl wurde für die ökologische wie für die konventionelle Tierhaltung eine ähnliche Problemstellung gesehen, die es praxisnah und kooperativ anzupacken gelte. Gemeinsame Einschätzungen gab es hinsichtlich des Sortenschutzes im Sinne eines Erhalts der Sortenvielfalt durch klein- und mittelständische Pflanzenzüchter und bei der Forderung nach einer praxisgerechten Gestaltung der Düngeverordnung. Auch der Bundesrat hatte die geplante EU-Ökoverordnung als zu weitgehend bezeichnet. (az)
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