Hilfspaket

Bonde unterstützt Landwirtschaft


"Wir haben geeignete Maßnahmen zur Sicherung der Grundfutterversorgung und zur Liquiditätssicherung der von der Trockenheit betroffenen Betriebe ergriffen“, erklärte Agrarminister Alexander Bonde in Ravensburg.

Die Stuttgarter Landesregierung habe die Landwirtschaftliche Rentenbank aufgefordert, das Liquiditätshilfeprogramm für alle trockenheitsgeschädigten Betriebe zu öffnen. Das Finanzministerium im Ländle soll nach den Vorstellungen von Bonde prüfen, ob den Betrieben Steuerstundungen erlassen werden können.

Auch die von Bundesagrarminister Chrisitan Schmidt (CSU) erlassene Ausnahmeregelgung, dass ökologische Vorrangflächen (ÖVF) als Futter genutzt werden können, gilt ab sofort in ganz Baden-Württemberg. Konkret heißt das für Bonde: "Noch als Futter verwertbarer Aufwuchs auf Brachflächen und Feldrandstreifen kann verfüttert werden. Landwirte könnten auch Folgekulturen nach dem Anbau von ÖVF-Leguminosen wie Erbsen, Ackerbohnen oder Soja verfüttern.

Ausnahmen für Öko-Betriebe

„Ökologisch wirtschaftende Betriebe im Land können auf Antrag beim Regierungspräsidium Karlsruhe Raufutter wie Heu, Gras- oder Maissilage aus konventionellem Anbau bei Futterknappheit für ihre Kühe, Schafe und Ziegen zukaufen“, so Bonde weiter.

Risikoausgleichsrücklage gefordert

Der Agrarminister erneuerte seine Forderung an die Bundesregierung, einer steuerlichen Ausgleichsrücklage nicht länger im Weg zu stehen. Durch eine steuerliche Risikoausgleichsrücklage könnten Landwirte in guten Jahren einen Teil ihrer Einnahmen unversteuert für schlechte Jahre zurücklegen, sagte der Minister.

Im Interview mit der agrarzeitung (az) hatte sich bereits Agrarminister Thomas Schmidt (CDU) aus Sachsen sowie Helmut Gumpert, Bauernpräsident in Thüringen, für diese steuerliche Begünstigung ausgesprochen. In einem Jahr wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Seit vier Jahren regiert unter dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann eine grün-rote Koalition. (da)
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