Rheinland-Pfalz

Brachen dürfen gemäht werden


Landwirtschaftsminister Volker Wissing hat Landwirten genehmigt, brachliegende Ackerflächen zur Beweidung zu nutzen oder zu Futterzwecken zu mähen. Damit reagiert der Minister auf die starke Beeinträchtigung von Dauergrünlandflächen durch die starken Regenfälle, teilt das Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz mit. Die Regelung betrifft Flächen, die bei der Beantragung von Direktzahlungen als ökologische Vorrangflächen im Rahmen des Greenings angemeldet wurden. Ab dem 1. Juli dürfen Landwirte brachliegende Ackerflächenflächen nach Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 (Nutzcode 062) und Feldränder im Sinne des Artikels 45 Absatz 4 Buchstabe e der delegierten Verordnung (EU) Nr. 639/2014 (Nutzcode 058) durch Beweidung mit Tieren oder durch Schnittnutzung zu Futterzwecken nutzen, teilte Landwirtschaftsminister Volker Wissing mit.

Notlage der tierhaltenden Betriebe lindern

Aufgrund der anhaltend starken Regenfälle in den vergangenen Wochen sei ein Großteil der Dauergrünlandflächen erheblich geschädigt worden, so der Minister. Eine Nutzung der Flächen sei deshalb nur eingeschränkt möglich und die Qualität des Futters stark beeinträchtigt. Bestenfalls sei bei vielen Dauergrünlandflächen noch eine Nutzung im Spätsommer möglich. Voraussetzung hierfür sei jedoch, dass die Flächen baldmöglichst abtrocknen und wieder in einen landwirtschaftlich ordnungsgemäßen Zustand gebracht werden können. Wissing hofft, dass mit dieser Maßnahme die aktuelle Notlage der tierhaltenden Betriebe etwas abgemildert werden kann. Ein Großteil der rund 13.000 Hektar umfassenden Ackerbrachen sei aktiv begrünt und biete somit eine gute Möglichkeit, durch Nässeschäden entstandene Futterengpässe zumindest teilweise auszugleichen. (SB)
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