Innovationskongress

Branche fordert weniger Bürokratie


Beim 7. Europäischen Innovationsgipfel sprachen sich die beteiligten Organisationen aus der Agrar- und Lebensmittelbranche dafür aus, Politik sinnvoll und wissenschaftlich fundiert zu gestalten, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU-Landwirtschaft zu gewährleisten. Die Politik könne nicht ignorieren, dass die Agrarbranche Innovationen benötigt, um die Herausforderungen zu bewältigen, erklärte der Vorsitzende Agri-Food Chain Coalition (AFCC) und Generalsekretär der europäischen Futterindustrie-Verband (FEFAC) Alexander Döring. Die Branche wolle neue Produkte auf den Markt bringen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig bleiben.

In der Debatte zeigte sich, wie Innovationen zur Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit, der Effizienz, der nachhaltige Landwirtschaft und beim Übergang in eine bio-basierte Wirtschaft beitragen. Zugleich beklagten Industrievertreter Bürokratie, kostspielige Compliance-Verfahren und untaugliche Regulierungssysteme als die wichtigsten Hemmnisse für Investitionen und Innovationen. Technologische Innovation sei notwendig, um die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern.

Nebenprodukte aus der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie würden als Futter- und Düngemittel genutzt. Die Bio-basierte Industrie habe das Ziel, aus diesen Stoffen neue Produkte herzustellen, sagte Philippe Mengal, Geschäftsführer der Organisation Bio-based Industries Joint Undertaking (BBI JU). Der BBI JU arbeite daran, Methoden für eine nachhaltige Biomasse-Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, um Landnutzungskonflikte mit der Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden. (SB)
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