Greening weit verbreitet
Ein zentrales Element der EU-Agrarpolitik ist das Greening. Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerfläche sind dazu verpflichtet, 5 Prozent ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen vorzuhalten und entsprechend zu bewirtschaften. Die Mehrheit der Betriebe in Brandenburg (83 Prozent) fällt unter die Greening-Verpflichtung. Der Landwirt kann zum Beispiel wählen zwischen Landschaftselementen, Brachflächen (Stilllegung), Pufferstreifen, Zwischenfrüchten und stickstoffbindenden Pflanzen. (da)
Ab 1. Juli können in Brandenburg Landwirte den Aufwuchs auf Brachen und Feldrandstreifen, die als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) eingestuft sind, nunmehr zur Futtergewinnung oder zur Beweidung nutzen. Dazu ist bei den Landwirtschaftsämtern ein formloser Antrag zu stellen. Die Tierhalter müssen vorab nachweisen, dass im Betrieb nicht genügend Futter vorhanden ist oder sein wird und andere Möglichkeiten zur Futtergewinnung ausgeschöpft sind.

Die Bearbeitung und Bestätigung erfolgt durch die Landwirtschaftsämter, teilt das Agrarministerium mit. In den hauptsächlich für den Ertrag verantwortlichen Monaten Mai und Juni war es in Brandenburg generell deutlich zu trocken. Besonders der Süden des Landes war davon betroffen. Insgesamt fehlten in der Vegetationsperiode über 50 Millimeter Regen bei tageweise hochsommerlichen Temperaturen. Die aktuell zu verzeichnenden Niederschläge können diese Defizite im Pflanzenwachstum nicht ausgleichen. (da)
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