Übernahme

Bremer Landesbank wird Nord/LB-Tochter

Die Träger der Bremer Landesbank (BLB), Norddeutsche Landesbank (NORD/LB), die Stadt Bremen und Sparkassenverband Niedersachsen haben sich darauf geeinigt, dass die Bremer Landesbank eine 100prozentige Tochtergesellschaft der Nord/LB wird. Das Land Bremen und der Sparkassenverband werden ihre Anteile an der Bremer Landesbank an die Nord/LB verkaufen. Damit sei die Zukunft der BLB gesichert, teilten die Verhandlungspartner mit. 262 Mio. € zahlt die Nord/LB für den 41-prozentigen Anteil des Landes Bremen insgesamt, davon sind 180 Mio. € Geldleistungen. Die Beteiligungen des Landes Bremen an der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft BLG und den Wohnungsgesellschaften Gewoba und Brebau werden aus der BLB herausgelöst und bleiben bei Bremen. Die drei Unternehmen wurden mit insgesamt 82 Mio. € bewertet.

Für Kunden soll sich nichts ändern

Die BLB bleibe als Mitglied der Nord/LB-Gruppe und als Bank mit eigener Identität, eigenem Namen und eigenem Auftritt erhalten. Bremen bleibe Sitz der Bank und der Standort Oldenburg bleibe bestehen. An der Schnittstelle zum Kunden werde sich nichts ändern, so die BLB. Der bisherige BLB-Vorstandschef Stephan-Andreas Kaulvers und sein Stellvertreter Heinrich Engelken werden auf Druck des Aufsichtsrates ihre Posten räumen. Bei einer außerordentlichen Aufsichtsratsitzung Ende September oder Anfang Oktober soll über den Wechsel entschieden werden. (SB)
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