Appell

Brexit schadet britischen Bauern


Wie der agrarische Nachrichtendienst Agra Europe in London berichtet, ist den Interessen der Landwirte nach einer gründlichen Abwägung der Vor- und Nachteile gegenwärtig am besten gedient, wenn Großbritannien in der EU bleibe, so die NFU. Über den Austritts Großbritanniens aus der EU soll am 23. Juni eine Volksabstimmung entschieden.

45 Prozent für Austritt

Weiteren Medienberichten zufolgen sollen die Bauern in Großbritannien aber alles andere als einig über den Verbleib in der EU sein. Laut der Wochenzeitung "Zeit" hat die jüngste Umfrage der Bauerngewerkschaft in Wales ergeben, dass rund 45 Prozent der Landwirte und Züchter für den Austritt seien und nur 52 Prozent in der EU bleiben wollen.

An der Spitze des britischen Landwirtschaftsministeriums gibt es bezüglich der „Brexit“-Diskussion mittlerweile ebenfalls deutliche Meinungsunterschiede: Ressortchefin Liz Truss unterstützt Premierminister David Cameron in dem Willen, das Land in der EU zu halten. Ihr Staatssekretär hat sich dagegen den Brexit-Befürwortern angeschlossen.

Hogan füchtet zähe Verhandlungen

Einem Austritt kritisch gegenüber steht EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Vor wenigen Wochen hatte er gewarnt, dass sich die dann notwendigen handelspolitischen Neuverhandlungen zwischen der EU und einem ausgetretenen Großbritannien „zehn bis 15 Jahre“ hinziehen könnten. (mrs)
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