Biobauern

Brunner favorisiert Bio-Produkte

"Wir werden die Zahl der Bio-Bauern bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Daran halte ich unbedingt fest - auch wenn derzeit die Zahl der Landwirte stagniert, die ihre Höfe auf Öko umstellen" sagte der Minister vor der Presse.

Den Verbrauchern müsse mit einer klaren Kennzeichnung die Möglichkeit gegeben werden zu erkennen, woher die Bio-Lebensmittel im Supermarkt kommen. Bis jetzt läuft nach Ansicht Brunners hier einiges falsch.

In den Regalen liegen Bio-Produkte, die aus anderen Ländern und Erdteilen kommen. Der Kunde greift zu - weil er nicht darauf achtet, wo die Ware herkommt. Oft sei dies auf den ersten Blick auch gar nicht erkennbar. Wer alternativ erzeugte Lebensmittel kauft, sollte darauf achten, dass sie aus der Region stammen, so der Minister. Hier sei ein besonderes bayerisches Siegel hilfreich.

Dass ein zusätzliches Siegel in den deutschen Supermärkten eher verwirrend als klärend sein kann, wollte er nicht gelten lassen. Im Freistaat wirtschaften aktuell 6 bis 6,5 Prozent aller Höfe ökologisch. Sie könnten nicht einmal die Hälfte der Nachfrage decken, beklagt Brunner. Deshalb möchte er die Öko-Bauern besonders fördern.

Mit mehr Geld, wie es die Anbauverbände fordern, können sie aber nicht rechnen. "Bayern zahlt bereits den Höchstbetrag in Deutschland aus", versichert Brunner. Wer im Freistaat auf Ökolandbau umstellt, bekommt in den ersten beiden Jahren pro Hektar 350 € Subvention. Danach gibt es derzeit 200 €; ab 2015 sollen es 234 € sein. (HH)
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