Milchkrise

Brunner fordert Umdenken


Auf dem „Milchgipfel“ in Brüssel forderte Brunner von der EU-Kommission unangekündigte, zeitlich begrenzte Aufkaufaktionen, verstärkte Absatzbemühungen in Drittstaaten und Nahrungsmittelbeihilfe in Krisenregionen wie Syrien. Der Minister warnte vor einem Höfesterben mit unabsehbaren Folgen für die ländlichen Räume in Bayern.

Die Milcherzeugung steige in der EU weiter an, weil die Erzeuger die niedrigen Preise mit dem Absatz größerer Mengen kompensierten, um ihren Umsatz zu halten, warnte der Minister. Es sei deshalb höchste Zeit, dass die EU-Kommission eingreife und sich nicht weiter der Illusion hingebe, dass der Markt alles allein regeln könne.

Die bisher angebotenen Liquiditätshilfen seinen nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Rasch wirkende Instrumente zum Abbau des Überangebots forderte Brunner in der EU-Vertretung des Freistaates Bayern in Brüssel. (Mö)
stats