Sozialbericht 2017

Bundesregierung lobt Sozialversicherung

Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Bundesträgers sei es gewesen, das agrarsoziale Sicherungssystem stabil und leistungsfähig zu erhalten. Dazu gehöre auch eine effiziente und serviceorientierte Verwaltung mit reduzierten Verwaltungs- und Verfahrenskosten. „Durch einen bisher nie gekannten konsequenten Personalabbau hat die SVLFG im Jahr 2016 das gesetzlich vorgegebene Ziel zur Reduzierung der Verwaltungskosten erreicht“, schreibt die Bundesregierung in ihrem heute verabschiedeten Sozialbericht 2017.

Mehr Beitragsgerechtigkeit

Mit dem 2014 eingeführten bundeseinheitlichen Beitragsmaßstab in der landwirtschaftlichen Unfallversicherung (LUV) seien die Voraussetzungen dafür geschaffen worden, dass identische Betriebe in ganz Deutschland den gleichen Beitrag zahlten, so die Bundesregierung weiter. Das sorge für mehr Beitragsgerechtigkeit und baue bisherige Wettbewerbsverzerrungen ab. Die früher gravierenden Belastungsunterschiede durch die regional unterschiedlich hohen Beiträge für gleich strukturierte Betriebe seien angeglichen worden. Um eine gleitende Angleichung der Beiträge an den neuen Maßstab zu ermöglichen, sei im Neuordnungsgesetz zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) ein Übergangszeitraum bis 2017 festgelegt worden.

Zu den Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt heißt es in dem Bericht, dass die LSV die solidarischen Mitfinanzierung durch die gesamte Gesellschaft benötige, um die Beitragszahler in diesem System nicht zu überfordern. Im Jahr 2016 habe der Bund dafür rund 3,8 Mrd. € bereitgestellt. Für 2017 seien finanzielle Mittel von insgesamt rund 3,9 Mrd. € vorgesehen. Die größten Ausgabeblöcke seien dabei die Zuschüsse zur Alterssicherung der Landwirte (AdL) sowie zur landwirtschaftlichen Kranken- und Unfallversicherung. (mrs)
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