Das BMELV hält bei der Herkunftskennzeichnung in verarbeiteten Lebensmitteln still und verlässt sich auf die EU-Kommission. Diese will bis Dezember 2014 eine Studie vorlegen, welche die Herkunftskennzeichnung von Zutaten, die mehr als 50 Prozent eines Lebensmittels ausmachen, erörtert.

"Dieser Kommissionsbericht sollte abgewartet werden", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im BMELV, Gerd Müller, vergangene Woche im Bundestag. Auch eine nationale Sonderregelung für die Kennzeichnung der Haltungsarten von Legehennen bei verarbeiteten Produkten sieht Müller als „nicht erforderlich" an.

Er antwortete damit auf eine Frage der Agrarsprecherin der Linken, Kirsten Tackmann, die sich für eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern und Eiprodukten in verarbeiteten Lebensmitteln ausspricht.

Zuletzt hatte der Agrarausschuss des Bundesrates Anfang März zum wiederholten Mal gefordert, auch Eiprodukte zu kennzeichnen. Neue Brisanz erhielt das Anliegen durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Oldenburg, die derzeit gegen Hühnerhalter laufen, die bei der Kennzeichnung von losen Eiern betrogen haben. (sta)


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