Eintagsküken

Bundestag debattiert Antrag


Das Töten männlicher Eintagsküken bedarf eines Verbots auf Ebene der EU, so die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, Gitta Connemann, im Vorfeld der für Donnerstag angesetzten Debatte.  Im Fall eines nationalen Alleingangs werde das Problem nur in andere Länder verlagert, heißt es in der Stellungnahme. "Uns eint das Ziel - mit der Tötung von Küken muss so schnell wie möglich Schluss sein", so Connemann. 

Notwendig seine praxisreife und marktfähige Alternativen, betont sie. Nach derzeitigem Forschungsstand könne mit einem Ende des bisherigen Verfahrens wahrscheinlich bereits im Jahr 2017 gerechnet werden.

In dem eingereichten Antrag fordert Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung auf, einen Gesetzentwurf vorzulegen. Darin solle klargestellt werden, dass das Töten männlicher Küken aus Legerassen aus wirtschaftlichen Erwägungen dem § 1 des Tierschutzgesetzes widerspricht. In diesem ist geregelt, dass niemand einem Tier "ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen" darf. (jst)
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