Kennzeichnung

CDU will mehr Durchblick

Kritieriert hatte die CDU-Fraktionsvize Gitta Connemann bereits vor Ostern die Tatsache, dass der Verbraucher beim Kauf von Fertigprodukten mit Flüssig- oder Trockeneianteilen keine Informationen zu Herkunft und Produktionsweise erhalte, wie es etwa beim Kauf frischer Eier der Fall sei. Die Kunden tappten im Dunkeln und könnten nicht erkennen, aus welchem Land die verwendeten Verarbeitungseier kämen und wie die Tiere gehalten worden seien.

Der neuen Osnabrücker Zeitung sagte sie nun, Angaben zur Herkunft sollten „auf allen Lebensmitteln, insbesondere auf Milch, auf Fleisch in verarbeiteten Erzeugnissen und auf Flüssigei in Fertigprodukten“ verpflichtend sein". Fraglich ist jedoch, wie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion diesen Vorschlag umsetzen will. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte sich zuletzt zurückhaltend zur Kennzeichnungspflicht bei verarbeiteten Eiern geäußert. Die Rückverfolgung sei für Unternehmen schwierig und er finde auf europäischer Ebene keine Mehrheit für eine Ausweitung der Angaben, sagte Schmidt der „Funke“-Mediengruppe. (mrs)
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