Der Ausstoß von Kohlendioxid aus nicht erneuerbaren Energiequellen nahm zwischen 2013 und 2014 in 22 der 28 EU-Länder ab. Das haben erste Berechnungen des europäischen Statistikamts Eurostat ergeben.

Spitzenreiter in der Drosselung der CO2-Emissionen ist laut Eurostat die Slowakei mit einem Rückgang von 14,1 Prozent, gefolgt von Dänemark (-10,4 Prozent). Den stärksten Anstieg gab es hingegen in Bulgarien mit 7,1 Prozent mehr Kohlendioxid-Emissionen als 2013, gefolgt von Zypern (plus 3,5 Prozent).
In Deutschland nahm der CO2-Ausstoß um 3 Prozent ab – mit rund 744 Mio. t CO2-Emissionen produziert Deutschland aber mit Abstand auch die meisten Emissionen des Treibhausgases in der gesamten EU. Der zweite Platz geht an Großbritannien mit einem Ausstoß von knapp 399 Mio. t, immerhin 8,7 Prozent weniger als im Vorjahr.

CO2-Emissionen tragen wesentlich zur globalen Erwärmung bei und machen rund 80 Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen aus. Eurostat nennt keine konkreten Gründe für den EU-weiten Rückgang. Schwankungen würden aber beeinflusst von klimatischen Bedingungen, wirtschaftlichem Wachstum, der Bevölkerungsgröße sowie Verkehrs- und Industrieaktivitäten.

Studie: Mehr CO2 hat negative Folgen für Ernährungssicherheit

Parallel haben Forscher der Universität Göteborg die Ergebnisse eines Forschungsprojekts veröffentlicht, in dem sie auf vier Kontinenten die Auswirkungen des CO2-Anstiegs auf Kulturpflanzen untersucht haben.

Das Ergebnis: Steigt der Gehalt von Kohlendioxid in der Luft weiter an, könnte der Nährwert von Kulturpflanzen sinken. Das könne negative Auswirkungen auf die Ernährungssituation in der Welt haben. Die Pflanzen nähmen weniger Stickstoff auf, wenn der CO2-Gehalt in der Luft ansteige, so ein Forschungsergebnis. Dadurch speichern die Pflanzen weniger Eiweiß. (az)


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