EU-Prognose

Chancen für Weizen und Mais

Der Weizenpreis liegt 2026 bei 170 €/t - so die Prognose. Vor einer leichten Steigerung der Weizenpreise geht die EU-Kommission ihrer mittelfristigen Markteinschätzung für die Jahre 2020 bis 2027 aus: https://ec.europa.eu/agriculture/markets-and-prices/medium-term-outlook_en

Die EU-Kommission rechnet mit einem eher schwachen Euro gegenüber dem US-Dollar und steigenden Weizenexporten aus der EU in den Mittleren Osten und nach Nordafrika. Die wichtigsten Wettbewerber der EU um die dortigen Weizenmärkte seien die Ukraine und Russland, führte Koen Mondelaers von der EU-Kommission auf der Agricultural Outlook Conference in Brüssel aus. Kanada und Australien könnten eine zusätzliche Nachfrage auf dem Weltweizenmarkt dagegen weniger bedienen.

Hohe Anforderungen am Weltmarkt

Die Qualität des Weizens müsse aber den hohen Anforderungen des Weltmarkes genügen, betonte Klaus Dieter Schumacher, Berater der BayWa. Schumacher kritisierte Beschränkungen in der EU für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngemitteln und Züchtungsmethoden, die hinderlich für den Weizenexport werden könnten. Die EU-Kommission ist nicht nur für den Weizenabsatz optimistisch, sondern auch für den Maisabsatz in den nächsten zehn Jahren. Mehr Mais werde vor allem als Futtermittel auf dem EU-Binnenmarkt gebraucht, führte Mondelaers aus.

Den Gerstenpreis sieht die Kommission in den nächsten fünf Jahren unter Druck und rechnet erst nach 2022 mit einem Anstieg. Die Rapsfläche werde sich in den kommenden Jahren kaum noch ausdehnen, erklärte der Kommissionmitarbeiter. Die Rapsfläche stagniere, vor allem weil der Einsatz von Biodiesel beschränkt werde, aber auch weil es an Beizmitteln fehle. Der zunehmende Bedarf der Futtermittelindustrie an Eiweißkomponenten müsse deshalb durch Sojaimporte gedeckt werden. (Mö)   
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