Weltwirtschaftsforum

China übernimmt

Viel Beachtung bekommt die Eröffnungsrede des chinesischen Präsidenten. Jinping spricht sich dort für den freien Warenverkehr aus. „Niemand kann einen Handelskrieg gewinnen“, betonte er, ohne offen die angekündigten Einfuhrzölle des neuen US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump anzusprechen. Trump kam wegen der anstehenden Amtsübernahme nicht nach Davos. Auch die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich und Italien fehlen auf dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum.

Jinping gab zu, dass China selbst lange Angst vor dem freien Handel gehabt habe. „Wir haben einen mutigen Schritt nach vorne getan und uns dem internationalen Markt gestellt“, verkündete er vom Erfolg seines Landes. Die Globalisierung werde zu Unrecht für die Krisen in der Welt verantwortlich gemacht. So sei es zur Finanzkrise nach 2008 durch Deregulierung und übermäßiges Gewinnstreben gekommen. Auch die Flüchtlingskrise liege nicht an der Globalisierung. Die Flüchtlingskrise sei vielmehr auf regionale Spannungen und Kriege zurückzuführen, führte Jinping aus. Die USA haben Antony Scaramucci nach Davos geschickt. Er ist ein führender Berater von Trump. Scaramucci griff das Weltwirtschaftsforum an. Die Eliten in Davos hätten sich isoliert und den Kontakt zu den normalen Bürgern verloren, meinte der Vertreter der USA. (Mö)
stats